Erstklassiger Nachwuchs: DHBW-Absolventin Diana Schwuchow (4.v.r.) bei der Preisverleihung

Absolventin der DHBW Preisträgerin der Stiftung „Goldener Zuckerhut“

Absolventin der DHBW Preisträgerin der Stiftung „Goldener Zuckerhut“

24. November 2015

Er gilt als Oscar der Lebensmittelbranche. Am 9. November 2015 wurde der 58. „Goldene Zuckerhut“ in Berlin von der Lebensmittelzeitung verliehen. Neben erfolgreichen Unternehmen und Persönlichkeiten der Industrie wurden mit dem Stiftungspreis Goldener Zuckerhut zehn Nachwuchstalente der Lebensmittelbranche gewürdigt. Bisher wurden Einzelpersonen mit maximal 5.000 € honoriert, zum 25-jährigen Jubiläum wurde die Summe auf 10.000 Euro verdoppelt. Über die Vergabe der Auszeichnungen entscheiden ein sechsköpfiges Kuratorium und der Stiftungsrat. Eine der Preisträgerinnen 2015 war Diana Schwuchow, Absolventin der DHBW Heilbronn im Studiengang Konsumgüterhandel.

Mittlerweile leitet Schwuchow ein 77-köpfiges Kaufland-Team und arbeitet als Dozentin in ihrem alten Studiengang. Schwuchow möchte mit dem Preisgeld Förderseminare in Kommunikation und Rhetorik belegen und später ihren Master im Bereich Wirtschaftswissenschaft anschließen. In unserem Interview verriet sie uns mehr über die Herausforderungen im Berufsalltag, ihre neue Aufgabe als Dozentin an der DHBW und wie sich Heilbronn für sie verändert hat. 

Wie haben Sie die Preisverleihung erlebt?

Die Preisverleihung war sehr eindrucksvoll, die Gästeliste las sich wie das Who‘s Who der Lebensmittelbranche. Wann sieht man schon so viele große Gesichter auf einmal live und in Farbe...

Was bedeutet Ihnen Ihr Hobby Tanzen? Gibt es Parallelen zwischen Hobby und Beruf?

Tanzen bedeutet für mich Freiheit und gleichzeitig absolute Konzentration, Kontrolle und Körperbeherrschung. Das kann natürlich auch im Beruf nicht schaden.

Als Hausleiterin bei Kaufland leiten Sie ein großes Team. Welche Projekte werden Sie in der nächsten Zeit anpacken?

Das wichtigste "Projekt" ist jetzt erstmal die reibungsfreie Abwicklung des Jahresendgeschäfts, sprich Weihnachten und Silvester. Der Geschäftsjahresinventur im Februar folgt ein Filialwechsel. Wohin es gehen wird, weiß ich allerdings noch nicht.

Wie ist es für Sie, als Dozentin wieder an Ihre alte Hochschule zurückzukehren?

Ein bisschen wie heimkommen.

Wie haben sich Heilbronn und die Hochschule seit Ihrem Studienbeginn verändert?

Extrem. Aus einer langweiligen Stadt mit vernachlässigtem Stadtkern ist eine moderne Studentenstadt geworden und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Die Studenten beleben nicht nur den Campus, sondern die gesamte Innenstadt. Heilbronn ist sehr dynamisch und ich freue mich bei jedem Besuch, neue Fortschritte zu sehen.

Wie hat Sie das Studium auf Ihren Weg und Ihren Erfolg vorbereitet? Gibt es Momente aus dieser Zeit, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind?

Viele typische Fachbegriffe und Theorien im Handel sind mir durch das Studium geläufig und erleichtern es auch, mich im Gespräch mit dem Management zu behaupten. Außerdem haben die vielen Präsentationen während des Studiums dafür gesorgt, dass Vorträge vorzubereiten und zu halten mittlerweile Routine geworden ist. Das hilft mir auch bei meiner neuen Aufgabe als Dozentin. 

Die Praxisphasen im Studium waren sehr turbulent. Heute hier, morgen dort; die vielen Filialwechsel werde ich nie vergessen. Doch der Umgang mit ständig wechselnden Teams hat mich in meiner Persönlichkeit sehr gestärkt.