Hoch über der Stadt Heilbronn: Fotoshooting auf dem Parkhausdeck
Studium mal ganz praxisnah und kreativ: Fotos im Foyer
Die erste Kollektion ist da: Merry Crafting, Joy and Agony und Superiority sind die angesagten Trends für den Herbst 2017
Kreative Kooperation: Studierende von Medien und Kommunikation produzieren das Lookbook.
Der letzte Schliff: Schüler der Akademie für Kommunikation in Heilbronn haben die Stücke nach den Entwürfen produziert
Die Stadt als Kulisse: Fotoshooting mit vollem Einsatz.

DHBW goes fashion - die erste Kollektion ist da!

DHBW goes fashion - die erste Kollektion ist da!

27. April 2017

Sie nennen sich „Joy and Agony“, „Superiority“ und „Merry Crafting“ und sind die drei Trendthemen, die von den Textilmanagement-Studierenden im Frühjahr 2017 in der ersten eigenen Kollektion umgesetzt wurden. Die Idee dahinter: Studierende, die später im Einkauf oder Vertrieb arbeiten, sollten den gesamten Prozess von der Trendsuche bis zum fertigen Produkt selbst durchlaufen. Produziert wurden die Stücke von der Abschlussklasse der Akademie für Kommunikation in Heilbronn; in Szene gesetzt haben sie Studierende der Vertiefung Medien und Kommunikation in einem Lookbook.

Trendscouts: Startpunkt der Kollektion war die Modehauptstadt Paris. Auf der Stoffmesse „Première Vision“ und in den Straßen der Modestadt spürten die Studierenden den Trends nach, informierten sich über neue Materialien und identifizierten die Schlüsselthemen für den Herbst 2017/18. „Kaum eine Branche ist so dynamisch wie die Modebranche. Vertikale Label wie ZARA, esprit oder more&more produzieren im Schnitt drei Kollektionen pro Saison. Eine Kollektion besteht aus bis zu 150 Teilen, das ist für alle Abteilungen nicht nur eine kreative, sondern auch eine organisatorische Herausforderung“, erzählt die Dozentin und Designerin Gabriele Ostermann v. Roth. Für die angehenden Jung-Einkäufer und Vertriebler ist es wichtig zu wissen: Was muss passieren, bis der lila Mantel mit Kunstfellbesatz im nächsten September in den Läden hängt? Selbst einmal Designer zu sein und zu wissen, wie Designer arbeiten, fördert das Verständnis für die andere Berufsgruppe. Als Einkäufer oder Verkäufer muss man nicht nur mit Zahlen jonglieren, sondern auch wissen, wie Kunden ticken, welche Trends funktionieren und welche Stoffe angesagt sind.

Drei Themen, drei Teams. Für jedes der drei Trendthemen wurden im nächsten Schritt die Stoffe ausgesucht und sogenannte Mood-Boards erstellt: Hierbei handelt es sich um Kollagen, Skizzen und Fotos, die den Grundgedanken der drei Kollektionen ausdrücken. Dann ging es an die konkrete Umsetzung. Für die Produktgruppen Outdoor, Konfektion und Blusen wurden Einzelstücke entworfen. Jedes einzelne Teil wurde in einer technischen Zeichnung zu Papier gebracht. Die Entwurfszeichnung legt fest, an welcher Stelle Applikationen aufgenäht werden, wie das Futter verarbeitet wird und welche Größe die Knöpfe haben. Besonders positiv überrascht war die Designerin, als es an den kreativen Prozess ging. Obwohl die BWL-Studierenden keine Zeichner sind, waren die Entwürfe gut und genau getroffen.

Kreative Kooperationen. Erste Überlegungen gab es bereits im November, die Musterstücke nicht nur zu zeichnen, sondern auch tatsächlich zu produzieren. Ostermann v. Roth konnte die Abschlussklasse der Akademie für Kommunikation für diese Aufgabe gewinnen. Alle Stücke wurden dort nach den Vorgaben der Jung-Designer genäht. Dass sich das Ergebnis sehen lassen kann, zeigt das Lookbook des Kurses Medien und Kommunikation. Vor der Kulisse des Heilbronner Bildungscampus wurde die Kollektion unter Anleitung von Agenturchef und Medienprofi Simon Hollay in Szene gesetzt.