Der Handwerksmeister und seine Professoren: Prof. Dr. Thomas Schmidt, Prof. Dr. Nicole Graf und Axel von der Herberg bei der Preisverleihung

Seifriz Preis 2015: Erfolgreiches Heilbronner Team ausgezeichnet

Seifriz Preis 2015: Erfolgreiches Heilbronner Team ausgezeichnet

30. September 2015

Es ist eine der erfolgreichsten Neugründungen in der Region Heilbronn: Handwerksmeister Axel von der Herberg hat mit seinem Unternehmen AH Stuck GmbH die traditionelle Stuckproduktion voll mechanisiert und erfolgreich am deutschen Baustoffmarkt platziert. Gelungen ist ihm das durch ein neues Vertriebskonzept, das er gemeinsam mit den beiden DHBW Professoren Dr. Nicole Graf und Dr. Thomas Schmidt entwickelt hat. Dafür erhielt das Dreiergespann am Freitag den Seifrizpreis, den bundesweiten Transferpreis des deutschen Handwerks.

Mit einem Preisgeld von bis 25.000 Euro ausgezeichnet werden innovative Produkte und Leistungen, die durch die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Handwerk zur Marktreife gebracht werden. Handwerker profitieren von der Expertise der Wissenschaftler, die Wissenschaft erfährt, wie ihre Ideen in der Praxis umgesetzt werden. Bereits im Mai 2013 hat sich Handwerkermeister Axel von der Herberg für die Wettbewerbs- und Produktanalyse und die Vertriebsstrategie Experten der DHBW Heilbronn ins Boot geholt. Prof. Dr. Thomas Schmidt und Prof. Dr. Nicole Graf haben die Neugründung wissenschaftlich begleitet. Die Markt- und Konkurrenzrecherche sprach für eine mehrgleisige Absatzstrategie im deutschen Baustoffmarkt: „Es ist nicht nur wichtig, die Fachmärkte, sondern vor allem auch die großen Handwerksbetriebe anzusprechen“, empfiehlt Schmidt. Mittlerweile wurden in fast allen Bundesländern Kooperationen mit Partnerbetrieben vereinbart.

„Mit unseren Produkten sind wir im EU-Binnenmarkt absolut wettbewerbsfähig: Die Stuckornamente sind nachhaltig produziert, nicht brennbar und für Allergiker und Asthmatiker geeignet. Damit schonen wir die Umwelt und treffen den ökologischen Zeitgeist“, so von der Herberg über seine hochpräzisen Baustoffe.

Und die Zusammenarbeit geht weiter, denn von der Herberg hat neue Pläne: Nach Deutschland sollen die Stuckornamente erst Österreich, Schweiz und die Beneluxstaaten erobern und dann in den Märkten des Mittleren und Nahen Ostens Fuß fassen. Für die Machbarkeitsstudie und Marktanalysen hat sich auch hier wieder das bewährte Team aus Wissenschaft und Handwerk zusammengefunden. Prof. Dr. Nicole Graf sieht gerade im arabischen Raum gute Perspektiven. Allein Katar setzt auf viele neue Tophotels für die Fußball-WM 2022. Derzeit werden dort neue Hotels mit über 10.000 Betten gebaut. Mit den vollmechanisch gefertigten Stuckelementen können die Gebäude mit landestypischen Ornamenten zu günstigen Konditionen verziert werden.