Symbolischer Fassanstich auf dem Heilbronner Marktplatz (v.l.): Festwirt Karl Maier, Dr. Yvonne Zajontz (DHBW Heilbronn), Friedrich Wagner (HMG), Peter Theilacker (Löwenbrauerei).

Studie der DHBW Heilbronn: Unterländer Volksfest ist besser als sein Ruf

Studie der DHBW Heilbronn: Unterländer Volksfest ist besser als sein Ruf

20. Mai 2015

Studierende der DHBW Heilbronn haben das Image des Unterländer Volksfestes in einer breit angelegten Befragung untersucht. Das Fazit: Das Volksfest ist besser als sein Ruf.

Vom 31. Juli bis 9. August findet das 89. Unterländer Volksfest auf der Theresienwiese statt. Mit knapp 100 Fahrgeschäften, Spielbuden, Verkaufsständen und Attraktionen lockt es jährlich etwa 200.000 Besucher auf den Festplatz.

In den letzten Jahren hatte das Heilbronner Traditionsfest mit sinkenden Besucherzahlen zu kämpfen. Studierende des Studiengangs Dienstleistungsmanagement haben mögliche Ursachen analysiert und Ideen für ein neues Marketingkonzept entwickelt. Hierzu haben die Studierenden 460 Bögen à 30 Fragen ausgewertet sowie zahlreiche Experteninterviews geführt.

Gelobt werden unter anderem die Sicherheit und die gute Stimmung. Verbesserungspotenzial sahen die Befragten bei den Sitzmöglichkeiten außerhalb des Festzeltes und beim Programm. Abseits des Familientags sei den Heilbronnern kaum eine der Sonderveranstaltungen bekannt.

Um mehr Besucher auf den Festplatz zu locken, schlugen die Studierenden den Unternehmensvertretern einen ganzen Maßnahmenkatalog vor: Der Eingang müsse besser erkennbar gestaltet werden, der Krämermarkt solle traditioneller und wertiger daher kommen. Die sanitären Anlagen sollten idealerweise auch über einen Wickelraum verfügen.

Da das Volksfest außerhalb der Innenstadt auf der Theresienwiese stattfindet, empfahlen die Studierenden, das Fest mit einem Festumzug von der Innenstadt bis zum Festplatz einzuläuten. Um auch mehr jüngere Menschen für das Festzelt zu begeistern, schlugen die Studierenden einen Partyabend mit Live-Band und anschließendem DJ vor.

Einige der Ideen sollen noch dieses Jahr umgesetzt werden, wie zum Beispiel eine Gastromeile mitten auf dem Festplatz mit einer Ballung von gastronomischen Angeboten und vor allem zusätzlichen, beschatteten Sitzgelegenheiten. Weitere Vorschläge werden gerade auf ihre Umsetzbarkeit hin geprüft und weiter ausgearbeitet.