Beim Aufbau der Ausstellung
Asgar Bozorgi im Gespräch
Im Gespräch mit Pressevertretern
"Für Asgar Bozorgi sind seine Farbschichten wie die Ringe eines Baumstamms, sie speichern sehr viel Zeit und viele Geschichten." (Dr. K. Skrobanek in ihrer Einführung)
Besucher im Gespräch
Dr. Kerstin Skrobanek von den Städtischen Museen Heilbronn bei ihrer Werkeinführung
Rektorin Prof. Dr. Nicole Graf begrüßt die Gäste im Foyer der DHBW

Vernissage TAG-TRÄUME mit Werken von Asgar Bozorgi

Vernissage TAG-TRÄUME mit Werken von Asgar Bozorgi

14. März 2016

Asgar Bozorgi kam 1990 nach Heilbronn, ging neun Jahre später nach Berlin und kehrt nun mit seiner Ausstellung TAG-TRÄUME wieder an den Neckar zurück.

Anläßlich der Vernissage der Werke am 10. März 2016 im Foyer der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Heilbronn stellte Dr. Kerstin Skrobanek von den Heilbronner Museen die Arbeitsweise des Künstlers vor: "Asgar Bozorgi ... selbst vergleicht seine Leinwände mit unserer Haut und stellt einen Zusammenhang her zwischen seinem Leben in einem fremden Land - Deutschland - und dem Interesse für äußere Begebenheiten und der Beschaffenheit von Oberflächen. Ihn interessiert die "Haut" der Lebewesen und der Dinge. "Meine Faszination für Haut stellte sich ein," schreibt er, "als ich als Kind erstmals die Haut eines Elefanten berührte: die Zartheit, aber auch Schrundigkeit, die Glätte, aber auch die Unebenheiten, Falten, Poren und Runzeln. Dies verband sich mit dem Gedanken, dass sich Leben - persönliche und auch politische Erfahrungen - in die Haut einschreiben. Indem ich Farbschichten auftrage - weiß oder farbig, transparent oder opak, glatt ioder reliefartig - übertrage ich die wahrgenommene Haut in die Haut des Bildes. Haut ist vielschichtig, ihr Profil macht uns unverwechselbar: Allein der Abdruck eines Fingers reicht aus, einen Menschen zu identifizieren. Verletzungen oder Eingriffe in den Körper hinterlassen ihre Spuren auf der Haut. ... Haut markiert die Grenze zwischen Innen und Außen. Sie zu berühren bedeutet Intimität oder, wenn es ohne Zustimmung geschieht, Grenzverletzung."

Die Ausstellung ist bis Juni im Foyer der DHBW Heilbronn (Gebäude B auf dem Bildungscampus) zu sehen. Das Gebäude ist montags bis freitags zwischen 8:00 und 18:30 Uhr geöffnet.