Bildungsforschung der DHBW Heilbronn boomt: Neue Forschungsgelder gewonnen

Knapp 1,3 Millionen Euro erhält die DHBW Heilbronn für gleich drei neue Forschungsprojekte im Bereich der europäischen Bildungsforschung. Finanziert wird die Forschung über das Programm Erasmus + der Europäischen Union, das sich zur Aufgabe gemacht hat, Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung europaweit zu modernisieren und weiterzuentwickeln. Im Fokus steht dabei, das Lernen im europäischen Raum mobiler zu machen, die transnationale Zusammenarbeit zu stärken und den Austausch bewährter Praxis im Bildungsbereich zu gewährleisten.

Knapp 1,3 Millionen Euro erhält die DHBW Heilbronn für gleich drei neue Forschungsprojekte im Bereich der europäischen Bildungsforschung. Finanziert wird die Forschung über das Programm Erasmus + der Europäischen Union, das sich zur Aufgabe gemacht hat, Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung europaweit zu modernisieren und weiterzuentwickeln. Im Fokus steht dabei, das Lernen im europäischen Raum mobiler zu machen, die transnationale Zusammenarbeit zu stärken und den Austausch bewährter Praxis im Bildungsbereich zu gewährleisten. „Wir bauen die Expertise im Bereich der Bildungsforschung an der DHBW Heilbronn stetig aus und bringen diese wieder in neue Projekte ein“, freut sich Raimund Hudak, Leiter der Abteilung Forschung und Labore über die neuen Förderzusagen.

Die drei Forschungsprojekte im Überblick:

1. „ApprenticeshipQ“ beschäftigt sich mit der Qualitätskontrolle von Praxisteilen in der höheren beruflichen Bildung. Die Qualitätskriterien aus der Lehre, beispielsweise einer Vorlesung, lassen sich nur bedingt auf den Praxisteil einer Ausbildung übertragen, wodurch eine einheitliche Qualitätskontrolle der praktischen Lehre sehr schwer möglich ist. Die Forscher um Raimund Hudak haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Ausbildungsprozesse in den Firmen im Hinblick auf deren Qualität zu erforschen. Als Ergebnis ist ein Handbuch für kleine und mittelständische Unternehmen geplant, das die wichtigsten Qualitätskriterien für die Praxisphasen einer Dualen Ausbildung oder eines Dualen Studiums zusammenfasst. In diesem Projekt arbeitet die DHBW Heilbronn eng mit der IHK Heilbronn Franken zusammen, die sich einen großen Nutzen der Ergebnisse für die Firmen der Region verspricht. Sieben Partner aus Belgien, Malta, Österreich, Portugal, Slowenien, Spanien und Großbritannien sind zudem über den gesamten Projektzeitraum von drei Jahren mit an Bord.

2. „OEPass“ (Open Education Passport) setzt sich für die Anerkennung von Online-Vorlesungen ein. Ziel ist es, ein Standardformat für die Anrechnung von ECTS-Punkten (European Credit Transfer System) bei Online-Vorlesungen zu entwickeln. Diese sollen künftig auf einem virtuellen Pass gesammelt werden können. Die nächsten zweieinhalb Jahre arbeitet die DHBW Heilbronn als Projektleitung an diesem Thema gemeinsam mit sieben Partnern aus Deutschland, Finnland, Litauen, Malta, Spanien, Ungarn und dem vereinigten Königreich.

3. „MicroHE“ (MicroCredentials in Higher Education) soll einen Standard vorschlagen, anhand dessen Mikro Kreditpunkte im Studium anerkannt werden und durch ein Online-Clearinghaus ihre Übertragung in Europa erleichtert wird. Das Forschungsvorhaben ist gerade mit einem Kick-Off in Heilbronn gestartet unter Beteiligung aller europäischer Partner aus Finnland, Litauen, Malta, Spanien, Ungarn und Großbritannien.

„Mit diesen Forschungsprojekte positionieren wir uns nicht nur als Spezialist in der Bildungsforschung, sondern stärken auch den internationalen Austausch mit unseren Partnern“, so Prof. Dr. Nicole Graf, Rektorin der DHBW Heilbronn.