Stephanie Lechner (Mitte) studiert am DHBW CAS den Dualen Master Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft und arbeitet als Integrationsmanagerin beim DRK-Kreisverband Rhein-Neckar/Heidelberg e.V.. Lechner unterstützen Kreisgeschäftsführerin Caroline Greiner, DHBW CAS Direktor Prof. Joachim Frech (links) und der Leiter Soziale Dienste Hans-Jürgen Florenz.
Quelle: DHBW CAS

1000 Arbeitgeber setzen auf den Dualen Master

1000 Arbeitgeber setzen auf den Dualen Master

10. Januar 2019

Was tun, wenn Sie dringend qualifizierte Fach- und Führungskräfte brauchen, der Markt aber leer gefegt ist? Das Deutsche Rote Kreuz Rhein-Neckar/Heidelberg hat reagiert und bietet den Dualen Master als attraktive Weiterbildungsmöglichkeit. So findet, entwickelt und bindet der Kreisverband erfolgreich die gesuchten Kräfte. 999 andere Unternehmen und Einrichtungen nutzen ebenfalls das Masterstudium der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW). Der DRK-Kreisverband Rhein-Neckar/Heidelberg e.V. ist der 1000. Duale Partner des DHBW Center for Advanced Studies (DHBW CAS), das den Dualen Master anbietet.

Stephanie Lechner hat schon mit minderjährigen Flüchtlingen gearbeitet, als Rettungsassistentin und nun als Integrationsmanagerin. „Spannende Aufgaben liegen mir“, sagt die 29-Jährige. Sie geht in ihrer Arbeit auf, und gerade deswegen weiß sie: „Die Gefahr ist groß, in einen Arbeitsstrudel zu geraten, den man schnell nicht mehr reflektieren kann, wenn die Impulse von außen fehlen.“ Die holt sie sich nun während ihres Master-Studiums „Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft“ am DHBW CAS. Weil ihr ehemaliger Arbeitgeber einer reduzierten Arbeitszeit für das Studium nicht zustimmen wollte, bewarb sich Lechner mit ihren Ideen beim DRK-Kreisverband Rhein-Neckar/Heidelberg.

Dessen Kreisgeschäftsführerin Caroline Greiner empfing die engagierte Fachkraft mit offenen Armen: „Was früher undenkbar war, ist jetzt Realität: Auch in der Sozialen Arbeit fehlt uns der Nachwuchs. Kräfte mit einem höheren Grad der Professionalisierung sind sehr gefragt – und das wird auch so bleiben.“ Mit dem Angebot der akademischen Weiterqualifizierung will sie Personal finden, entwickeln und binden. „Dafür eignet sich der Duale Master der DHBW optimal. Er hilft uns enorm, uns breiter aufzustellen, weil die Studierenden neben ihrem neuen akademischen Wissen in der Sozialen Arbeit Fachkenntnisse in Betriebswirtschaftslehre, Projektmanagement und Personalführung mitbringen – und gleichzeitig bleiben sie unterbrechungsfrei als Arbeitskraft erhalten.“

„Das duale Konzept der DHBW spielt allen Seiten in die Hände – nicht nur im Bachelor sondern auch im Master“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Joachim Frech, Direktor des DHBW CAS. „Unternehmen und Einrichtungen, die mit uns zusammenarbeiten, also unsere Dualen Partner, schätzen sehr den nahtlosen Übergang von Theorie und Praxis, der bei uns in beide Richtungen funktioniert.“ Dabei spiele die Größe der Dualen Partner keine Rolle: Sie kommen aus allen Branchen, sind klein- und mittelständig aber auch große Konzerne. Häufig unterstützen die Arbeitgeber jeweils einen Master-Studenten oder eine Master-Studentin – doch es gibt auch viele, mit mehreren Studierenden parallel. Mit Daimler haben bereits über 70 Fach- und Führungskräfte den Dualen Master studiert – vom Master Business Management über Wirtschaftsinformatik, Maschinenbau, Integrated Engineering und Informatik bis Wirtschaftsingenieurwesen.

Dass der Theorie-Praxis-Transfer ideal funktioniert, bestätigt auch die Studentin Lechner. „Ich bringe meine Fragestellungen aus dem Berufsalltag mit in die Hochschule und neues Wissen zurück an den Arbeitsplatz. Das klappt wunderbar!“ Gerade der fachliche Wissensgewinn ist auch ihrem Betreuer und Leiter der Sozialen Dienste im DRK-Kreisverband Hans-Jürgen Florenz wichtig. Gemeinsam mit Lechner hat er schon überlegt, welche Themen die Studentin mithilfe der wissenschaftlichen Arbeiten im Studium für das DRK ausarbeiten könnte – fundiert und mit klaren Handlungsempfehlungen: „Hier erwarte ich mir vielfältige Impulse, die für uns wahnsinnig nützlich sind.“